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Was denken Jugendliche über Vorsorge und Finanzen?

Welchen Einfluss haben sozialer Hintergrund, Geschlecht und Bildung auf Einstellungen und Handlungen junger Menschen, wenn es um die wichtigen Themen Finanzen und Vorsorge geht?

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AUF EINEN BLICK

DIE 15 WICHTIGSTEN FAKTEN

#1

Immer weniger Jugendliche sorgen für ihr Alter vor. Nur 48 Prozent aller jungen Leute sparen für ihre Alters­vorsorge. 2010 waren es noch 55 Prozent. Regelmäßig sparen sogar nur 32 Prozent für die Rente. 2010 taten das noch 39 Prozent.

#2 

Die Zukunft Deutschlands sehen die Jugendlichen weniger optimistisch als ihre eigene. Bei dieser Frage gibt es wie in den vergangenen Studien eine Zweiteilung: 50 Prozent blicken optimistisch, 49 Prozent dagegen pessimis­tisch in die Zukunft des Landes.

#3

In der Abwägung zwischen Sicherheit und Rendite bei der Altersvorsorge entscheidet sich die Mehrheit der jungen Leute für Risikovarianten. 66 Prozent würden geringe Schwankungen ihrer Rente in Kauf nehmen, wenn sie insgesamt mit einer deutlich höheren Rentenleis­tung rechnen können als mit dem gegenwärtigen Garantie­zins von unter 1 Prozent.

#4

Gut zwei Drittel der jungen Generation sorgen sich um ihr Auskommen im Alter. 68 Prozent haben Angst davor, nur eine geringe Rente zu bekommen und in Altersarmut zu fallen.

#5

Das Wissen um die Altersvorsorge ist lückenhaft. Nur weniger als ein Drittel der Befragten kennt sich in diesem Bereich aus. Gleichzeitig wünschen sich 92 Prozent dazu verständlichere Informationen. 87 Prozent hätten gerne, dass das Thema Bestandteil eines Unterrichtsfachs »Wirtschaft und Finanzen« wird. Genauso viele junge Leute wünschen sich, dass sie ab dem Berufseinstieg Informationen zu sämtlichen erreichten Rentenansprüchen erhalten.

#6

Die jungen Leute fordern von den politisch Verantwortlichen Taten. 84 Prozent von ihnen sind überzeugt, dass eine gute Rente möglich ist, wenn die Politik es wirklich will.

AUF EINEN BLICK

Die wichtigsten Zahlen der Studie

NACHGEFRAGT

DAS SAGEN DIE HERAUSGEBER

Junge Menschen sind entgegen früherer Progno­sen seit Jahren die Hauptrisiko­gruppe der gesamten Renten­politik.

Heribert Karch
Geschäftsführer der MetallRente GmbH

Heribert Karch
Als Leiter der Abteilung Tarifpolitik beim Vorstand der IG Metall war er maßgeblich am Gründungsprozess des Versorgungswerks MetallRente beteiligt und ist seit 2001 Geschäftsführer dieser gemeinsamen Einrichtung der Tarifvertragsparteien Gesamtmetall und IG Metall.


Junge Frauen schneiden im Bereich der langfristigen finanziellen Vorsorge im Vergleich zu jungen Männern schlechter ab.

Klaus Hurrelmann
Professor für Bildungs- und Gesundheitsforschung

Prof. Dr. Klaus Hurrelmann
Senior Professor für Bildungs- und Gesundheitsforschung an der Hertie School of Governance in Berlin. Ein Forschungsschwerpunkt von ihm liegt in der strategischen Verbindung von Bildungs-, Sozial- und Gesundheitspolitik. Seit 2002 ist er im Leitungsteam der Shell Jugendstudien.


Junge Leute wünschen sich eine automatische Sparregel in der betrieblichen Altersvorsorge und finanzielle Kompetenzen.

Christian Traxler
Professor für Ökonomie

Prof. Dr. Christian Traxler
Professor für Ökonomie an der Hertie School of Governance. Seine Forschungsschwerpunkte sind Fragestellungen aus der Verhaltensökonomie und der Finanzwissenschaft. Dabei evaluiert er u.a. die Wirksamkeit von Nudges und anderen alternativen Politikansätzen.

Videos

Wird das Vertrauen einer Generation verspielt?

Podiumsdiskussion zur Jugendstudie 2019

Expertenstimmen zum Ruf der Jugend nach dem Staat.

Pressekonferenz zur Jugendstudie 2019

Hat der Staat das Vertrauen der jungen Leute verspielt?

Wie möchten die Menschen im Alter leben?

MetallRente Straßenumfrage

Denkanstoß - Was wäre eine faire Rentenpolitik?

Eine Einschätzung von Frau Sarna Röser, Unternehmerin und Vorsitzende der jungen Rentenkommission

NACHGEFRAGT

EXPERTEN IM INTERVIEW

Es liegt auf der Hand, dass die eigene Erwerbstätigkeit Frauen eine größere Unabhängigkeit garantiert.

Alexandra Wagner
Geschäftsführerin des Forschungsteams Internationaler Arbeitsmarkt (FIA GmbH)

Dr. Alexandra Wagner
ist seit Beginn der 90er Jahre in der sozialwissenschaftlichen Arbeitsmarktforschung tätig. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin des Forschungsteams Internationaler Arbeitsmarkt (FIA GmbH) in Berlin.


Mein Rat ist, dass spätestens nach der Ausbildung, wenn man anfängt zu arbeiten, Altersvorsorge ein Thema werden sollte.

Annette Otto
Wissenschaftlerin & Mitglied der Forschungsgruppe von »Child and Youth Finance International«

Dr. Annette Otto
Die Wissenschaftlerin ist Mitglied der internationalen Forschungsgruppe von »Child and Youth Finance International«. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Umgang mit Geld im Jugend- und jungen Erwachsenenalter.


Ein starker dualer Kern aus gesetzlicher und betrieblicher Altersversorgung kann gute Renten im Alter sichern.

Heribert Karch
Geschäftsführer des Versorgungswerks MetallRente GmbH

Heribert Karch
Als Leiter der Abteilung Tarifpolitik beim Vorstand der IG Metall war er maßgeblich am Gründungsprozess des Versorgungswerks MetallRente beteiligt und ist seit 2001 Geschäftsführer dieser gemeinsamen Einrichtung der Tarifvertragsparteien Gesamtmetall und IG Metall.

Denkanstoß

Experten über Jugend und Vorsorge

Unsicherheit bestimmt das Vorsorgeverhalten junger Leute, nicht mangelnde Weitsicht. - Felix Wilke

Die jungen Menschen verspüren zwar Handlungsdruck, empfinden aber ebenso eine starke Orientierungs- und Ratlosigkeit, wenn es um Vorsorgeentscheidungen geht. Es herrscht Unsicherheit darüber, welche Sparbemühungen ausreihen und ob es zu riskant ist, umfassend in ein Vorsorgeprodukt zu investieren.

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Eine gute Altersvorsorge muss den Bedürfnissen und Verhaltensweisen der jungen Leute Rechnung tragen. - Jörg Naumer

Die Trägheit, Verlustaversion und Kurzsichtigkeit könnten durch einfache Regelungen wie das "Opting-Out" oder einen Arbeitgeberzuschuss überwunden werden. So würden viele junge Leute zur betrieblichen Altersversorgung motiviert.

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Vorsorgeprodukte sollten nicht nur eine gute Rendite abwerfen, sondern auch nachhaltig sein. - Karen Anderson

Es etabliert sich die Überzeugung, dass Betriebsrentensysteme in Zeiten des Klimawandels eine besondere Verantwortung für nachkommende Generationen übernehmen sollten. Nachhaltigkeit und Rendite stehen nicht im Widerspruch zueinander.

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Fazit

Vorschläge für eine nachhaltige Rentenpolitik

  • Nachhaltige Inklusionsstrategien

  • Der Schritt zum Handeln führt nicht über neue Angebote, sondern über nachhaltige Inklusionsstrategien. 

  • Automatische Sparregel

  • Im Kontext der Altersvorsorge am bedeutsamsten ist dabei eine automatische Sparregel in der betrieblichen Altersvorsorge

  • Kollektive Lösung

  • Eine rein individuelle Altersvorsorge hat bei den jungen Leuten weniger Akzeptanz als kollektive Systeme. 
  • Komplexität und Ungerechtigkeiten beseitigen

  • Die Komplexität der Angebote muss reduziert und Ungerechtigkeiten, wie die der doppelten Beitragslast zur Kranken- und Pflegeversicherung auf Betriebsrenten müssen dringend beseitigt werden 
  • Boosting - Stärkung der individuellen Kompetenzen

  • Zur Stärkung der individuellen Kompetenzen („Boosting“) gehört eine zeitgemäße transparente Bereitstellung von Informationen ebenso wie eine stärkere Integration des Themas Altersvorsorge in die Lehrpläne der Schulen. 
  • Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit

  • Notwendig ist eine bessere Integration von Informationen zur Altersvorsorge in Schule und Ausbildung. Außerdem brauchen wir kollektive Systeme, die effizient und vertrauensbildend wirken. 

Downloads

Alle MetallRente Studien im Archiv

Jugendstudie 2019

Laden Sie sich hier die Texte und Grafiken der MetallRente Jugendstudie 2019 herunter.


Jugendstudie 2016

Laden Sie sich hier die Texte und Grafiken der MetallRente Jugendstudie 2016 herunter.


Jugendstudie 2013

Laden Sie sich hier die Texte und Grafiken der MetallRente Jugendstudie 2013 herunter.


Jugendstudie 2010

Laden Sie sich hier die Texte und Grafiken der MetallRente Jugendstudie 2010 herunter.