Diese Webseite nutzt Cookies zur Verbesserung des Erlebnisses unserer Besucher. Indem Sie weiterhin auf dieser Webseite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden. mehr erfahren

Einige dieser Cookies sind technisch zwingend notwendig, um gewissen Funktionen der Webseite zu gewährleisten.

Darüber hinaus verwenden wir einige Cookies, die dazu dienen, Informationen über das Benutzerverhalten auf dieser Webseite zu gewinnen und unsere Webseite auf Basis dieser Informationen stetig zu verbessern.

Editorial

WIRD DAS VERTRAUEN EINER GENERATION VERSPIELT?

Welchen Einfluss haben sozialer Hintergrund, Geschlecht und Bildung auf Einstellungen und Handlungen junger Menschen, wenn es um die wichtigen Themen Finanzen und Vorsorge geht? 2.500 Frauen und Männer im Alter von 17 bis 27 Jahren wurden zum vierten Mal für unsere bundesweite repräsentative Studie »Jugend, Vorsorge, Finanzen« befragt. Sie geben Auskunft über ihre Zukunftserwartungen und Einstellungen zu den Themen »Finanzen« und »Alterssicherung«. Außerdem berichten sie darüber, ob und wie sie fürs Alter vorsorgen. Unsere Untersuchung nimmt zugleich ihr Finanzwissen in den Fokus. Damit gibt die Studie einen wichtigen Überblick über die Auffassungen und Kenntnisse der jungen Generation, die entscheidend für ihre Vorsorgebemühungen sind!

Die Untersuchung bestätigt, dass Jugendliche und junge Erwachsene bereits mit Eintritt ins Berufsleben beginnen vorzusorgen. Doch bei der Umsetzung scheitern sie oft, stoßen sie doch an die Grenzen ihrer eigenen Finanzkompetenzen und Planungsmöglichkeiten. Uns als Herausgeber alarmiert vor allem die Tatsache, dass die Zahl der jungen Altersvorsorgesparer seit unserer ersten Befragung vor neun Jahren stetig gesunken ist! Obwohl für sie die staatliche Rente in vielen Fällen nicht mehr reichen wird, um ein Abrutschen in die Altersarmut zu verhindern, sparen viel zu wenige. Zu den Risikogruppen gehören besonders Beschäftigte mit niedrigen Einkommen, aber auch Frauen.

Unsere Befunde zeigen: Auch wenn die Angehörigen der jungen Generation weiterhin größtenteils optimistisch in die eigene Zukunft blicken, ist ihr Vertrauen bald aufgebraucht. Sie fordern den Staat immer deutlicher auf, seine Aufgabe zu erfüllen. Sie sehen ihn in der Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen, um gute Renten auch noch im Jahr 2065 und später sicherzustellen … also dann, wenn die Befragten selbst das Rentenalter erreichen.

Die Herausgeber


Prof. Dr. Christian Traxler
Professor für Ökonomie an der Hertie School of Governance. Seine Forschungsschwerpunkte sind Fragestellungen aus der Verhaltensökonomie und der Finanzwissenschaft. Dabei evaluiert er u. a. die Wirksamkeit von Nudges und anderen alternativen Politikansätzen.


Prof. Dr. Klaus Hurrelmann
Senior Professor für Bildungs- und Gesundheitsforschung an der Hertie School of Governance in Berlin. Ein Forschungsschwerpunkt von ihm liegt in der strategischen Verbindung von Bildungs-, Sozial- und Gesund­heitspolitik. Seit 2002 ist Klaus Hurrelmann im Leitungsteam der Shell Jugendstudien.


Heribert Karch
Als Leiter der Abteilung Tarifpolitik beim Vorstand der IG Metall war er maßgeblich am Gründungsprozess des Versorgungswerks MetallRente beteiligt und ist seit 2001 Geschäftsführer dieser gemeinsamen Einrichtung der Tarifvertragsparteien Gesamtmetall und IG Metall.