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Sparen fürs Alter?

Alle reden von der Notwendigkeit der Altersvorsorge. Doch trotz staatlicher Förderung sparen viel zu wenig junge Leute für die Rente. Ihre Zahl geht sogar noch zurück! Dieser Sinkflug ist angesichts der Wichtigkeit der Vorsorge besorgniserregend! Insgesamt bilden nur 48 Prozent aller 17- bis 27-Jährigen Rücklagen fürs Alter. In den letzten neun Jahren ist diese Quote um sieben Prozent gesunken. Regelmäßig sparen sogar nur 32 Prozent der jungen Erwachsenen für die Rente. 2010 waren es noch 39 Prozent. Haben 2010 immerhin 66 Prozent der jungen Sparer Geld fürs Alter zurückgelegt, ist die Altersvorsorge heute nur noch für 56 Prozent von ihnen ein Spargrund. Die Studie belegt also, dass immer weniger junge Leute für das Alter vorsorgen.

 

Immer weniger Alterssparer unter den Vollzeit-Erwerbstätigen

Die Sparquote bei den Vollzeit-Erwerbstätigen geht besonders zurück: Zwar liegt die Quote hier bei 62 Prozent. In den Jahren 2010 und 2013 lag sie aber noch bei 76 beziehungsweise 77 Prozent. In den Jahren 2016 und 2019 sank sie weiter. Bei den jungen Erwachsenen, die in Teilzeit oder befristet tätig sind, ist sie mit 45 Prozent deutlich niedriger. Die jungen Arbeitslosen sparen mit 30 Prozent noch seltener.

Die 17- bis 27-Jährigen in Ausbildung betreiben erwartungsgemäß seltener Vorsorge. So geben jeweils vier von zehn Schülern und Studierenden an, fürs Alter zu sparen. Befinden sich die jungen Leute in beruflicher Ausbildung, bilden sie bereits zu 49 Prozent Rücklagen für ihre Rente.

Die Untersuchung gibt auch Antwort darauf, wie sich die Geschlechter beim Thema »Alterssparen« verhalten: Junge Männer bilden mit 50 Prozent etwas häufiger Rücklagen fürs Alter als junge Frauen mit 46 Prozent.

70 Prozent der Nichtsparer können es sich nicht leisten, Geld zurückzulegen, denn ihr Einkommen fließt komplett in ihren Lebensunterhalt.

Eltern beeinflussen Vorsorgeverhalten

Junge Erwachsene orientieren sich sehr stark am Vorbild ihrer Eltern: Legen diese »sehr viel Wert« auf ihre eigene Altersvorsorge, dann eifern 58 Prozent der jungen Generation ihren Eltern nach.

Auch die finanzielle Situation der jungen Leute beeinflusst ihre Vorsorge fürs Alter: 58 Prozent derer, die ihre
finanzielle Lage als »sehr gut« bezeichnen, legen für ihr Alter Geld zurück. Dagegen tun dies nur 26 Prozent jener, die ihre finanzielle Situation als »schlecht« oder »sehr schlecht« beschreiben.

Jugend spart

Insgesamt ist und bleibt Sparen für die 17- bis 27-Jährigen Normalität. 85 Prozent von ihnen bilden Rücklagen. 52 Prozent geben an, regelmäßig Geld auf die hohe Kante zu legen. 33 Prozent erklären, hin und wieder zu sparen. Lediglich 15 Prozent berichten, dass sie dies momentan nicht tun. In den letzten neun Jahren hat sich hier nichts verändert.

Am häufigsten sparen junge Leute für größere Anschaffungen (75 Prozent). 72 Prozent bilden z. B. Rücklagen für unvorhersehbare Ereignisse, 71 Prozent sparen für Urlaubsreisen. Erst dann kommt das Altersparen. Weitere Spargründe sind mit 48 Prozent das Eigenheim und mit 45 Prozent die Absicherung im Fall von schwerer Krankheit oder Unfall. 39 Prozent wollen das zurückgelegte Geld für die Finanzierung der Ausbildung oder des Studiums nutzen.

Doch wer gehört zu den Sparern und wer nicht? Frauen und Männer unterscheiden sich in ihrem Sparverhalten nur minimal: 16 Prozent der Männer bilden gar keine Rücklagen, bei den Frauen sind es 13 Prozent.

Auffallend ist, dass 90 Prozent der 17- bis 20-Jährigen zumindest ab und zu Geld zurücklegen. Im fortgeschrittenen Alter sieht das schon anders aus: Die Anzahl der (gelegentlichen) Sparer bei den 21- bis 24-Jährigen sinkt auf 84 Prozent und bei den 25- bis 27-Jährigen auf sogar 81 Prozent. Die Gründe dafür dürften vor allem mit der Tatsache zusammenhängen, dass die Jüngeren noch häufiger von ihren Eltern unterstützt werden. Sie können eher Geld zurücklegen als Ältere, die mit ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen … besonders, wenn sie einen eigenen Haushalt führen.

Wer spart, kann es sich leisten

Das Sparverhalten der Jugend hängt von ihren materiellen Rahmenbedingungen ab. 93 Prozent aller, die ihre finanzielle Situation als »sehr gut« bezeichnen, legen zumindest »ab und zu« Geld zurück, 72 Prozent sparen regelmäßig.

Von denjenigen, die ihre finanzielle Lage als »schlecht« oder »sehr schlecht« beurteilen, bilden lediglich 61 Prozent Rücklagen, regelmäßig sparen sogar nur 26 Prozent. 70 Prozent der Nichtsparer können es sich nicht leisten, weil sie ihr Geld komplett fürs Leben benötigen.

Der Bildungsstatus ist ebenfalls bedeutsam für das Spar- und Vorsorgeverhalten. 77 Prozent der jungen Leute mit einfachem Bildungshintergrund sparen. Mit mittlerem Bildungshintergrund sind es 87 Prozent. Der Anteil der Sparer mit hohem Bildungshintergrund liegt sogar bei 89 Prozent. Im Gegensatz dazu ist die Alterssparquote unter den jungen Erwachsenen mit hohem Bildungsstatus mit 43 Prozent relativ gering, was sich aber damit erklären lässt, dass von ihnen nur zwei von zehn bereits in Vollzeit berufstätig sind. Der höhere Anteil an Vollzeitbeschäftigten in der Gruppe der einfach und mittel Gebildeten erklärt auch die höhere Quote derer, die in dieser Gruppe für die Rente vorsorgen (47 und 52 Prozent).

Wer gerne plant, der spart

Auch die Persönlichkeitsmerkmale haben Einfluss auf das Sparverhalten: Stimmen junge Leute »voll und ganz« der Aussage zu, dass sie gerne ihr Leben und ihre Zukunft planen, dann sparen 59 Prozent von ihnen regelmäßig. Diejenigen, die sich dagegen als weniger planerisch oder gar nicht planend beschreiben, legen nur zu 42 Prozent regelmäßig Geld zurück.

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