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Wissenslücken

Wer eigenständig für sein Alter vorsorgen muss, der braucht ausreichendes Finanzwissen, um gute Entscheidungen zu treffen. Deshalb hat die Studie bei der jungen Generation nachgefragt, wie es um ihre Kenntnisse in diesem Bereich steht. Sie zeigt deutliche Wissenslücken!

Nur 29 Prozent sind davon überzeugt, dass sie sich im Bereich Altersvorsorge »gut« oder »sehr gut« auskennen (»sehr gut«: 5 Prozent, »gut«: 24 Prozent). Männer äußern sich hier selbstbewusster als Frauen: Ein Drittel von ihnen ist von ihrem guten Wissen überzeugt, aber nur knapp ein Viertel der Frauen. 38 Prozent der Befragten geben an, dass sie den Begriff der betrieblichen Altersversorgung (bAV) einem Freund erklären könnten. Damit stagniert das Wissen über die bAV seit 2010. Das Wissen über die Riester-Förderung ist sogar rückläufig. Es sank von 36 Prozent im Jahr 2010 auf heute 26 Prozent. Ihr allgemeines Finanzwissen beurteilen junge Leute dagegen positiver: 58 Prozent sind überzeugt, dass sie sich in »finanziellen Dingen« gut oder sehr gut auskennen.

 

Wissen aus dem Netz

Die junge Generation informiert sich über finanzielle Dinge in erster Linie im Internet (74 Prozent). Dabei nutzen 58 Prozent all derer, die im Internet zu Finanzthemen recherchieren, insbesondere Onlineforen, Blogs oder Apps. 57 Prozent suchen Vergleichsportale auf. YouTube nennen 34 Prozent und soziale Netzwerke 23 Prozent.

Eltern als wichtige Infoquelle

Eine wichtige Rolle spielt beim Thema Finanzen auch das soziale Umfeld. 70 Prozent informieren sich bei ihren Eltern und 51 Prozent bei Freunden und Bekannten. Auch beim Thema Altersvorsorge wenden sich junge Leute an ihre Familie (60 Prozent) oder an Freunde (48 Prozent). Erst danach werden Finanzberater (46 Prozent) genannt.

Mehr und bessere Informationen

Junge Erwachsene haben eine klare Vorstellung, wie sie über Altersvorsorge informiert werden wollen. So sind 87 Prozent der Meinung, dass dieses Thema ein fester Bestandteil des Schulfachs »Wirtschaft und Finanzen« sein sollte. Genauso viele wünschen sich ab ihrem Berufseinstieg Informationen, die neben ihren erreichten gesetzlichen Rentenansprüchen auch die zusätzliche Vorsorge umfassen. Besonderes wichtig ist den Befragten eine verständlichere Aufbereitung der Informationen, als sie zurzeit üblich ist. 92 Prozent sprechen sich dafür aus.

Automatische Sparegeln gewünscht

Die junge Generation plädiert aber nicht nur für ein »Boosting« – also eine Stärkung der individuellen Kompetenzen –, sondern auch für »Nudging«, ein Schubsen in Richtung betrieblicher Altersversorgung. 69 Prozent stimmen automatischen Sparregelungen zu. Wenn diese Sparregel mit einer Ausstiegsmöglichkeit, einem »Opting-out«, kombiniert wird, steigt die Zustimmungsrate auf 88 Prozent. Kommt noch eine Bezuschussung durch den Arbeitgeber hinzu, befürworten 92 Prozent die »Opting-out«-Lösung. Im Vergleich zur MetallRente Studie 2016 sind die Zustimmungsraten in der aktuellen Befragung noch etwas gestiegen. Es besteht also eine anhaltende und nahezu uneingeschränkte Zustimmung zu Sparautomatismen mit Widerspruchsmöglichkeiten. 

ICH ALS ABITURIENTIN BIN ERSCHROCKEN, WIE WENIG ICH ÜBER ALTERSVORSORGE WEISS.

Lisa, Abiturientin aus Berlin

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