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Auf einen Blick

DIE 15 WICHTIGSTEN FAKTEN

WAS JUGENDLICHE FÜR IHRE VORSORGE TUN UND WAS SIE VOM STAAT ERWARTEN

Die MetallRente Studie »Jugend, Vorsorge, Finanzen 2019« verrät, wie die jungen Leute heute ticken. Die 17- und 27-Jährigen berichten von ihren persönlichen und gesellschaftlichen Zukunftserwartungen, beschreiben aber auch konkret, wie sie sich ihr künftiges Arbeitsleben vorstellen. In den Zahlen spiegelt sich ihre Einstellung zu den Themen Sparen und Altersvorsorge wider. Dabei nimmt die Untersuchung ganz verschiedene Aspekte in den Blick: von der Sparrate über die Vorsorgeprodukte bis hin zum Finanzwissen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der betrieblichen Altersversorgung.

#1

Immer weniger Jugendliche sorgen für ihr Alter vor. Nur 48 Prozent aller jungen Leute sparen für ihre Altersvorsorge. 2010 waren es noch 55 Prozent. Regelmäßig sparen sogar nur 32 Prozent für die Rente. 2010 taten das noch 39 Prozent.

#2

Unter den jungen Sparern ist der Anteil der Altersvorsorgesparer gesunken. Waren es im Jahr 2010 noch 66 Prozent, sind es in der aktuellen Studie nur noch 56 Prozent.

#3

Besonders Vollzeitbeschäftigte sparen weniger fürs Alter als noch vor neun oder sechs Jahren. Die Altersvorsorgesparer-Quote lag bei ihnen in den Jahren 2010 noch bei 76 Prozent. Sie ist auf 62 Prozent im Jahr 2019 gesunken.

#4

Gut zwei Drittel der jungen Generation sorgt sich um ihr Auskommen im Alter. 68 Prozent haben Angst davor, nur eine geringe Rente zu bekommen und in Altersarmut zu fallen.

#5

Die jungen Leute fordern von den politisch Verantwortlichen Taten. 84 Prozent von ihnen sind überzeugt, dass eine gute Rente möglich ist, wenn die Politik es wirklich will. 56 Prozent der Jugendlichen, die zwar sparen – aber nicht fürs Alter – sind sogar der Überzeugung, dass der Staat für die Altersvorsorge zuständig ist.

DIE IDEALE ALTERSVORSORGE UND DAS FINANZWISSEN DER JUGENDLICHEN

Wie sollte eine ideale Altersvorsorge aussehen? Danach hat die Studie ebenfalls gefragt. Dabei zeigen sich nicht nur Präferenzen bezüglich der verschiedenen Sparmodelle, sondern auch, wie diese ausgestaltet sein sollten. Zudem gibt die Untersuchung klare Hinweise auf das Wissens- und Informationsbedürfnis der Jugendlichen.

 

#6

Potenzielle Alterssparer sehen die betriebliche Altersversorgung (bAV) als Chance. Für 81 Prozent käme sie infrage. Andere Varianten wie etwa private Rentenversicherung, Riestervertrag oder Aktien bekommen etwas weniger Zustimmung. Für junge Leute, die bisher nicht fürs Alter sparen, ist die bAV also die attraktivste Anlageform!

#7

Die junge Generation ist mehrheitlich für eine automatische Sparregel. Die Zustimmung für eine Sparautomatik ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Lag sie 2016 noch bei 65 Prozent, sind aktuell 69 Prozent dafür. Die Akzeptanz erhöht sich auf 88 Prozent, wenn eine Möglichkeit existiert, den Automatismus abwählen zu können. 2016 lag dieser Wert noch bei 83 Prozent. Zahlt ein Arbeitgeber darüber hinaus noch einen Zuschuss, sind 92 Prozent mit einer solchen Regelung einverstanden. 2016 waren es 89 Prozent.

#8

Die Beitragssicherheit spielt bei den Jugendlichen eine wichtige Rolle. So ist die Sicherheit der Beiträge für 67 Prozent »sehr wichtig«, für weitere 26 Prozent »wichtig«.

#9

In der Abwägung zwischen Sicherheit und Rendite bei der Altersvorsorge entscheidet sich die Mehrheit der jungen Leute für Risikovarianten. 66 Prozent würden geringe Schwankungen ihrer Rente in Kauf nehmen, wenn sie insgesamt mit einer deutlich höheren Rentenleistung rechnen können als mit dem gegenwärtigen Garantiezins von unter 1 Prozent. 58 Prozent sind sicher, dass sie sich immer für die »Risikovariante« entscheiden würden, wenn sie dadurch Aussicht auf eine deutlich höhere Rente hätten. Sie sind dafür bereit, auf feste Zinsgarantien zu verzichten.

#10

Das Wissen um die Altersvorsorge ist lückenhaft. Nur weniger als ein Drittel der Befragten kennt sich in diesem Bereich aus. Gleichzeitig wünschen sich 92 Prozent dazu verständlichere Informationen. 87 Prozent hätten gerne, dass das Thema Bestandteil eines Unterrichtsfachs »Wirtschaft und Finanzen« wird. Genauso viele junge Leute wünschen sich, dass sie ab dem Berufseinstieg Informationen zu sämtlichen erreichten Rentenansprüchen erhalten.

DIE JUNGE GENERATION UND IHRE ERWARTUNGEN AN DIE ZUKUNFT

Die Studie zeigt, wie sich Jugendliche und junge Erwachsene die Zukunft in den nächsten 10 bis 15 Jahren vorstellen. Dabei geht es sowohl um die persönliche Zukunft als auch um die Erwartungen an die Entwicklung Deutschlands. Die Ergebnisse sind überraschend optimistisch.

#11

Die eigenen Zukunftsaussichten sieht eine über große Mehrheit optimistisch: 91 Prozent der 17- bis 27-Jährigen haben positive Erwartungen an die eigene Entwicklung. 2016 und 2013 lag dieser Wert bei 95 Prozent. 2010 waren es noch 90 Prozent.

#12

Die Zukunft Deutschlands sehen die Jugendlichen weniger optimistisch als ihre eigene. Bei dieser Frage gibt es wie in den vergangenen Studien eine Zweiteilung: 50 Prozent blicken optimistisch, 49 Prozent dagegen pessimistisch in die Zukunft des Landes. Im Vergleich zu 2010 zeigt sich ein positiver Trend: Damals waren 38 Prozent optimistisch und 61 Prozent pessimistisch.

#13

Für die Bewertung der Zukunft Deutschlands spielt die eigene finanzielle Situation der Jugendlichen eine entscheidende Rolle. Junge Erwachsene, die ihre finanzielle Lage als »sehr gut« empfinden, meinen zu 63 Prozent, dass die Entwicklung Deutschlands in den nächsten Jahren »sehr gut« oder »gut« verlaufen wird. Diejenigen, die ihre finanzielle Situation als »schlecht« oder »sehr schlecht« beurteilen, teilen diesen Optimismus nur zu 28 Prozent.

#14

Für junge Leute stehen Spaß und Genuss im Vordergrund, wenn sie an ihr zukünftiges Leben denken. Neun von zehn stellen sich vor, dass sie ihr Leben in den nächsten 10 bis 15 Jahren genießen und viel Spaß haben werden. Ebenso viele gehen davon aus, dass sie einer Arbeit nachgehen werden, die ihnen Spaß macht.

#15

Die Sorge vor Arbeitslosigkeit ist unter den Jugendlichen gering. Nur 23 Prozent gehen davon aus, selbst mindestens einmal davon betroffen zu sein. Ein gutes Drittel schließt zukünftige Arbeitslosigkeit sogar aus. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen West und Ost: Junge Erwachsene in Ostdeutschland sind mit 26 Prozent etwas häufiger besorgt.